Triple Meisterschaften 2026

Eine späte Entscheidung wird belohnt

Dieses Jahr stellte sich neben mir bei den Triple Meisterschaften, das sind das Deutsche Meisterschaftsrudern im Mittel- und Großboot, die Offenen Deutschen Masters-Meisterschaften sowie die 78. Deutschen Hochschulmeisterschaften im Rudern, Fabian Thomas den Wettkämpfen. Er ist mit seinem Zweierpartner Hagen Helms vom BRC Ägir bei den Deutschen Meisterschaften im Doppelzweier und Doppelvierer in Rgm. mit  dem RV Triton Leipzig angetreten. Ich, als wieder eingeschriebener Student, saß mit dem Studentenachter der Humboldt-Universität zu Berlin, der aus Ruderern der Hellas-Titania, der RU Arkona, der RG Wiking und natürlich dem RRV bestand, in einem Boot.

Zunächst ging es für uns am Donnerstagmittag in einer Fahrgemeinschaft mit der RG Rotation, dem BRC Ägir, der Potsdamer RG und uns im Vereinsbus der PRG über Karolinenhof nach Potsdam bis nach Krefeld. Nach einer relativ entspannten Autofahrt mit vielen “Mein Partner kennt” und genauso vielen Schlagern kamen wir am Abend in der Innenstadt Krefelds an, aßen noch gemeinsam ein klassisches Nudelessen vor Wettkämpfen und teilten uns dann in unsere jeweiligen AirBnBs auf.

Am Freitag ging es für Fabian und Hagen im Zweier im Vorlauf um den Einzug ins Finale. Bei 3 Vorläufen qualifizierten sich nur die ersten beiden für das Finale. Es musste also gleich von Beginn an alles gegeben werden. Leider reichte es für die Erstjährigen in der U23 Altersklasse nicht. Sie konnten sich aber mit zwei Zehntelsekunden hinter dem zweiten Berliner Boot, mit Platz 4 im Feld, präsentieren. Die beiden Schnellsten waren einfach eine Klasse zu stark und fuhren mit 6, resp. 9 Sekunden deutlich vor dem restlichen Feld. Ich hatte mit einem Vorlauf für meinen Uni Achter gerechnet, bei einem fünf Boote Feld war das aber nicht notwendig. Dafür nutzten wir die Zeit am Abend noch für ein kurzes Training.

Am Samstag ging es für mich dann auch an den Start. Nach der Kontrolle der Reißleinen an den Schuhen ging es aufs Wasser. Nach der Startbrücke noch ein paar Startübungen gemacht, warteten wir auf den Aufruf zu unserem Rennen. Der kam aber leider nicht: Bootsschaden bei einem anderen Boot. Glücklicherweise waren wir hellwach und fuhren an einen nahegelegen Seglersteg, um aus der sehr warmen Sonne herauszukommen. Immerhin war der Start um gut 20 Minuten verschoben worden und wir konnten uns so noch ein paar Minuten im Schatten aufhalten. Kaum dass wir uns hingesetzt hatten, kam dann der Aufruf, dass doch früher als ausgerufen gestartet werden sollte. Also zurück ins Boot und an die Startlinie. Als erfahrene Rennruderer lief das danach folgende “wie üblich” ab – Startphase, Zwischenspurt, Endspurt. Am Ende konnten wir uns mit einem zufriedenstellenden dritten Platz belohnen, wobei wir nur knapp den Zweiten liegen ließen. Für drei gemeinsame Trainingseinheiten und mit mir als deutlich ältesten Teilnehmer im Meldefeld ein gutes Ergebnis. Für einen weiteren Wermutstropfen sorgte die Streamübertragung: die Übertragung endete mit den Vorläufen eines vorgezogenen Rennens aufgrund des verschobenen Rennstarts. Auch für Fabian ging es in einem kurzfristig geplanten Doppelvierer wieder mit Hagen und zwei Sportlern der RV Triton Leipzig im Doppelvierer in einem Vorlauf um den Einzug ins Finale. Hier hatten sie gegen die Konkurrenz keine Chance und konnten nur an Erfahrung gewinnen.

Am Sonntag hatten wir keine Rennen mehr und verfolgten nur die Rennen unserer Kolleg:innen, wobei aus meinem Boot noch zwei weitere dritte Plätze im Doppelzweier und Zweier ohne gewonnen wurden. Am Nachmittag ging es im Bus dann wieder zurück nach Berlin über die Zwischenstationen McDonalds und Potsdam – wobei auf dem Rückweg mehr geschlafen, weniger “Mein Partner kennt” gespielt und weniger Schlager gehört wurde.

Sport frei

Euer Konstantin

TMK5