Schlagwort: Rudern

  • Frauenfahrt 2026

    Frauenfahrt 2026

    Vom 21.08. – 23.08.

    Tag 1:

    Trotz einer verspäteten Abfahrt sind wir guter Dinge in Leipzig angekommen und haben unser zentral gelegenes „a & o  Hostel“ bezogen. Auf ging’s zur Abendveranstaltung, dem „Circus of Science“, welche, trotz einsetzenden Regens, open air auf der Moritzbastei stattfand.

    Nachgerüstet mit Regenjacken und Ponchos aus Müllsäcken sahen wir interessante wissenschaftliche Kurzvorträge und spektakuläre Versuche, die trockene Physik anschaulich und allgemein verständlich machten.

    So wissen wir jetzt , dass sich aus Drahtkörpern , die aus möglichst vielen gleichen Seitenflächen bestehen und alle gleichmäßig durch den Winkel 2 arccos (1/√ 3 ) begrenzt sind, durch Eintauchen in Seifenlauge nahezu quadratische Seifenblasen herstellen lassen.

    Nach so viel Wissenschaft schmeckte uns im Augustiner Keller das Bier mit Schaumkronen aus lauter vielen kleinen runden Bläschen besonders gut.

    Monika, 21.08.2026

    Tag 2:

    Der zweite Tag war voller Unternehmungen bis in das kleinste Detail vorbereitet. Er begann mit einem ausgiebigen Frühstück im Hostel. Gut gestärkt begaben wir uns zu einem Stadtbummel durch die Leipziger Altstadt. Der Dauerregen tat der Unternehmung keinen Abbruch. Nani und Anke hatten sich dafür mit einem neuen Regenmantel extra fein gemacht. Wir sahen eine saubere, geputzte Stadt mit viel Gold und Glimmer. Auch die Geschäfte beeindruckten uns sehr. Da müssen wir unbedingt nochmal hin, dachte die Eine oder Andere von uns. All zulange konnten wir nicht in der Stadt verweilen, denn es stand ein nächstes Event an, nämlich die 120 Jahresfeier des Eilenburger Ruderclubs zu der unser Richtershorner Ruderverein eingeladen worden war. Hier kam Josi ins Spiel. Sie hatte alles für eine Ruderfahrt auf dem Mühlengraben, einschließlich der sich anschließenden Party, für uns vorbereitet. Vom Begrüßungstrunk angefangen bis zur abschließenden Bahnhofsbegleitung um ca. 0:30 Uhr, des Folgetages. Dazwischen noch einiges mehr.

    Zunächst zum Rudern: Es lagen zwei Vierer mit Steuerfrau für uns am Steg. Die Holzskulls stellten zumindest für mich eine besondere Herausforderung dar. Die Dollen waren für untrainierte Holzskull Hände eher nicht gedacht. Doch durch die rührende Zuwendung sowie tröstende Worte aller, sind wir die 2,5 km lange Strecke stromauf- und abwärts vollständig gerudert. Es hatte einen Hauch von Wildwasserrennsport bezüglich einiger Steuerfraukommandos, z.B. „Köpfe runter, Skulls nicht tief eintauchen“ uam. Aufgeben war keine Option. Danke hierfür an euch Ruderinnen. Frisch geduscht und schöngemacht begaben wir uns anschließend in das Festzelt. Eine Festrede über die Geschichte, insbesondere den letzten 10 Jahren, gab uns einen guten Einblick in das Vereinsleben des Eilenburger Rudervereins. Frank Petzold, der mit weiteren 3 Herren unseres Vereins angereist ist, überreichte nach seiner kleinen Ansprache ein eigens für den Eilenburger Rudervereins angefertigtes Gastgeschenk des Richtershorner Rudervereins. Dieses hatte Anke anfertigen lassen und eigenhändig nach Leipzig transportiert. Der Tag ging in den Abend über und es wurde ein üppiges Buffet eröffnet. Der Höhepunkt des Tages wurde mit der sich anschließenden Party erreicht. Eine musikalisch gut aufgestellte Band aus Meißen gab ihr Bestes und wir tanzten und sangen was das Zeug hielt.
    Es war ein unglaublich schöner erlebnisreicher Tag, der ganz bestimmt in Erinnerung bleiben wird. Ein Dank an alle, die uns daran teilnehmen ließen.

    Ingrid, 25.08.2026

    Tag 3:

    Auf dem Weg zum Leipziger Wasserfest begann unser Rundgang an interessanten Gebäuden im Stadthafen.

    Weiter ging’s zum Elsterbecken mit Zwischenstopp beim Leipziger Stadttriathlon und endete am Musikpavillon im Clara Zetkin Park.

    Nach drei tollen Tagen in Leipzig und bei unseren Eilenburger Ruderfreunden ging es mit dem Zug zurück nach Berlin.

    Britta, 23.08.2026

  • Die Olsenbande im Gepäck

    Die Olsenbande im Gepäck

    Womit wir schon beim Thema wären. Wie kommen die Episoden der TV-Serie “Die Olsenbande” vom USB-Stick aufs Tablet?

    Das Problem hatte sich zu guter Letzt in Wohlgefallen aufgelöst, da …

    … stopp der Reihe nach und zurück auf Anfang.

    Für mich begann alles auf der Vogalonga 2026, da waren Siggi und ich gemeinsam mit von der Partie. Er erwähnte kurz die von Ingo bereits minutiös geplante Tour rund um Lolland und schon war ich dabei. Zugegebenermaßen musste ich erstmal die Karten bemühen, um herauszufinden wo sich das gute Stück Insel denn genau befindet. Dänemark … Inrigger-Boote … ok. Genau meine Kragenweite.

    Tag 1 Anreise, Freitag 17. Juli

    Treffen am Richtershorner-Bootshaus, frühstücken, Gepäck und Futteralien verladen und ab die Post nach Rostock. Die Fähre von Rostock nach Gedser 13.30 wird nicht extra auf uns warten.

    Der Bus steht ordnungsgemäß in der zugewiesenen Reihe

    Onboarding … breitmachen und gemütlich einrichten.

    Dieter mit Gemüse

    Offboarding und schon ist das erste Highlight von Gedser in Sicht, das berühmteste Stellwerk der Welt, der Originaldrehort für die Olsenbande.

    Hier das schönste Foto von gefühlten 20.000.

    Nun hieß es rüber von Falster nach Lolland und quer durch Richtung Westen nach Nakskov.

    Was uns im Vorfeld allerdings schon deuchte, war die Wettervorhersage mit Windstärke, Windrichtung und Wellenhöhe. Wir haben versucht die Fakten in ca. 500.000 Gesprächen wegzudiskutieren, das hat aber letztendlich nicht geholfen.

    Im Bootshaus des Nakskov Roklub angekommen … Henning guten Tag sagen, wieder breitmachen und mit einem lecker Bierchen entspannen.

    Siggi hat uns unmittelbar danach mit einem sensationellen Labskaus verwöhnt. Verspeisen beim Sonnenuntergang ließ es uns noch besser schmecken.

    Und immer wieder Blicke auf diverse Wetter-Apps und die Vorhersagen vom DWD. Irgendjemand wollte uns richtig ärgern. Der Plan, morgen, am Samstag die Boote vollzupacken und in See zu stechen, wollte nicht aufgehen. Eine Fahrt rund um Lolland schien schlichtweg nicht durchführbar.

    Hmm, und jetzt?

    Tag 2 in Nakskov, Samstag 18. Juli

    Alle Stationen, die wir errudert hätten, wollten wir sehen, weil Kultur und Bildung gehören schließlich dazu.

    Station eins – Rødbyhavn an der Baustelle für den Fehmarnbelttunnel

    Die Aussichtsplattform an der Baustelle war für uns eher eine Windstärken-Messstelle. Es war schon heftig. Über das Tunnel-Bauprojekt ließe sich noch viel erzählen, denn die Baustelle ist riesig. Schaut euch gerne die Webseite an https://femern.com/de/ Nachdem wir uns gründlich im Ausstellungscenter informiert hatten, wartete schon Nysted auf uns.

    Station zwei – Nysted Roklub

    Und wenn mal schon mal da ist … man darf sich ruhig im Städtchen umsehen.

    Rathaus mit Glockenspiel
    Dänische Hygge

    Und weiter gings nach …

    Station drei – Bandholm Roklub

    Was gab es noch Hübsches zu sehen? Klar, die Dodekalitten bei Kragenæs, unsere vierte Station.

    Ein sehr mythischer Ort in der Hügellandschaft am Smålandsfahrwasser

    Zur Belohnung gab es im fußläufig erreichbaren Städtchen Kragenæs für jeden noch ein wirklich leckeres Eis auf die Hand.

    Abendessen? Klar Linseneintopf, Suppen hatten wir ja genügend dabei 😊

    Und die weitere Abendgestaltung?

    Die noch stattfindende Fußball-WM war wenig tröstlich. Das Spiel um den 3. Platz zwischen Frankreich und England war irgendwie von minderem Interesse. Später stellte sich heraus, dass es das Beste der WM gewesen sein soll 😮

    Der große Fernseher im Clubraum des Roklub aber hat einen USB-Anschluss, bestens geeignet, um einige Folgen der Olsenbande anzuschauen. Und da war es wieder, das Stellwerk von Gedser … juhu.

    Tag 3 in Nakskov, Sonntag 19. Juli

    Am Sonntagvormittag hatte der Wind etwas nachgelassen und sollte erst gegen Nachmittag wieder auffrischen. Eine Ausfahrt mit den geliehenen Inriggern 2+ sollte gelingen.

    Boote raus und ins Wasser damit, Ekke Nekkepen anhimmeln und mit einer Spirituose beruhigen … das muss einfach klappen.

    Siggi huldigt Ekke Nekkepen

    Und das tat es auch … es war eine richtig schöne Tour, mit ein bisschen Arbeit bis zum Kulturort unserer Wahl.

    Wo ist eigentlich das andere Boot?

    Aaahhh … gegenüber

    Die Rückfahrt gelang umso müheloser, mit gestellten Blättern und einem handfesten Regenschirm als Behelfs-Spinnaker im Bug ging es ab wie Schmitz-Katze.

    Glücklich und zufrieden im Hafen angekommen, wurden die Boote gründlich gesäubert und fachgerecht gelagert, wie sich das gehört.

    Dann fein machen und ab ins Städtchen für einen ausgiebigen Rundgang.

    Na, viel los war da nicht … kein Wunder es war ja auch Sonntag.

    Und nicht vergessen, die nächste Suppe, das Endspiel der WM und eine weitere Folge Olsenbande warten.

    Und auch klar war … wir werden die Insel morgen verlassen.

    Tag 4 Abreise Nakskov, Montag 20. Juli

    Frühstücken, reine-machen, Bus packen, um uns dann gebührend von unserem äußert fürsorglichen Henning samt Nakskov Roklub zu verabschieden.

    Et wohr schön, et wohr joot …

    Und die Olsenbande wird uns bestimmt vermissen

    Die Wartezeit auf die Fähre 13.30 Gedser-Rostock haben wir uns mit den Versuchen, das gebuchte Rückfahrtticket einzusetzen, hingebungsvoll verschönert. Hat leider nicht geklappt 🙁

    Tour zu Ende?

    Nein, jetzt kommt Berlin und Umgebung ins Spiel. Ingo und Ralph hatten hierzu schon etwas telefonisch vorgearbeitet.

    Ankunft und Einchecken beim Ruderverein Birkenwerder. Oliver Blume hat uns sehr großzügig für zwei Tage und Nächte Asyl gewährt.

    Abendessen? Ist ja schließlich wichtig. Zur Erinnerung an Dänemark gab es Sild in Curry mit selbst geschälten und selbst gekochten Kartoffeln.

    Tag 5 in Birkenwerder, Dienstag 21. Juli

    Und so langsam stellte sich der übliche Ruderwanderfahrtenalltag ein, frühstücken, Mann und Boote klarmachen in See stechen, na gut eher Seiten-Kanal, aber wunderhübsch. Auf geht’s zur Schleuse Lehnitz mit den beiden Booten Dahme und Hans Meltz, eine Kehrtwende an der Schleuse und zurück mit Pause bei Oranienburger Wassersportverein.

    Die Sonne brannte gut – ein wenig Schatten im Schilf tat gut

    Den Schlosshafen wollten wir nicht auslassen, also nochmal anlegen mit Landgang durch den Schlossgarten.

    Und noch ein Schlenker an der “Sehnsucht Oranienburg” vorbei.

    Tag 6 Transfer nach Grünau, Mittwoch 22. Juli

    Das war der neugefasste Plan für den Abend.

    Beginnen wir den Tag abermals mit Frühstück, Boote klarmachen und ein bisschen rudern.

    Erster Boxenstopp bei der Ruder-Vereinigung Preußen-Saffonia

    Und die Etappe bis dorthin hatte Ingo ganz genau geplant, wir konnten vor dem Wolkenbruch aus den Booten in den Unterstand flüchten.

    Wenigstens der Achter sollte besser geschützt in der Bootshalle liegen. Mit unserer Unterstützung gelang das Manöver.

    Gar nicht so einfach, die 17m Boot unter dem Holzkreuz durchzufädeln
    Abendgestaltung mit Flaggenübergabe

    Über den Allemaniagraben ging es wieder zurück nach Birkenwerder um uns anschließend in Richtung Turbine aufzumachen. Außerdem haben wir noch eine Suppe. Gegessen wird aber erst bei Turbine, nachdem wir unser Nachtlager dorthin verlegten.

    Tag 7 in Grünau, Donnerstag 23. Juli

    Das Programm von heute … die kleine Umfahrt … Zeuthener See, Großer Zug, Krossinsee, OSK, Seddinsee, Große Krampe mit Boxenstopps beim Wassersportclub Rauchfangswerder e. V.

    und zum Mittagessen in Müggelheim im Café Bistro No. 1.

    Die Bootsaufteilung heute mal anders einmal 3x+ und einmal 2x-. Das Wetter eher bescheiden, genügend Wind und reichlich Wasser von oben.

    Beim Anlegen in Müggelheim kam es dann auch richtig. Völlig durchnässt haben wir bei Döner und Riesenkohlrouladen gesessen (wirklich riesig). Fotografische Beweise gibt es nicht, die Smartphones wollten bei dem Wolkenbruch nicht bedient werden.

    Das Ausschöpfen der Boote haben wir für die Nachwelt erhalten

    Donnerstag ist Club-Tag bei Turbine. Wir konnten unseren zweiten Teil der Gulaschsuppe mit einem Gruß aus der Küche in Form von Nudeln bereichern.

    Tag 8 in Grünau und Finale

    Die Wetterlage war vielversprechend … ein wenig, aber ungünstig stehender Wind hat uns nicht von der Müggelseeumfahrt abgehalten. Bettenlager bei Turbine abbauen und nach Baume rübermachen. Zwei schicke Schellenbacher 2x+ ins Wasser lassen und los. Was für eine tolle und abwechslungsreiche Fahrt. Fotos im Gosener Graben hat keiner gemacht, es war ja auch ein bisschen Konzentration gefragt. Dafür wurden umso mehr am Norsk Roklub geschossen.

    Müggelsee geschafft … mit kurzem Anleger beim

    SV Energie Berlin

    Und das war es auch schon. Nach Ankunft ging es schnell noch mal zum Einkaufen nach Schmöckwitz. Die Suppen waren aus und irgendwie war uns nach Grillen.

    Reprise Samstag 25. Juli

    Tour zu Ende, Heimreise antreten und Abschied nehmen. Die Tische waren am Morgen noch an der gleichen Stelle … geplant und äußerst praktisch fürs gemeinsame Frühstück.

    So schaut’s aus, wenn Ruder-Engel reisen
    Die Richtershorner Rumpfmannschaft v.L.n.R. Andreas, Siggi, Ingo und Dieter

    Ralph war schon beruflich unterwegs, Axel an der Kamera und Verfasser des Pamphlets.

    Es waren dabei:

    Dieter Biedermann, Richtershorner Ruderverein

    Axel Büchel, Kölner Club für Wassersport

    Ralph Günther, Ruderclub Turbine Grünau

    Ingo Hensel, Richtershorner Ruderverein

    Siggi Mantei, Richtershorner Ruderverein

    Andreas Schaale, Richtershorner Ruderverein

    Mein herzliches Dankeschön geht an den FL Ingo für seinen unermüdlichen Einsatz zum Gelingen der Tour. Und natürlich an alle Teilnehmer fürs Kochen, Schrubben und friedlich sein.