Kategorie: Wanderfahrten

  • Stralsunder Rudergäste in Richtershorn

    Stralsunder Rudergäste in Richtershorn

    Fahrtenleitung: Nani und Kerstin

    Teilnehmerinnen & Teilnehmer: Nani, Britta, Anke, Kerstin, Dagmar, Silke, Nicole, Rabschi,  Marina, Bine, Jessica, Westi, Andreas, Maiki, Stefan, Ahli, Ingolf, Alex, Lars, Kalle, Lotze 

    Bootsmaterial: 1 Achter, 1 Vierer, 2 Dreier

    Freitag – Anreise und Abendausfahrt  

    Pünktlich bis 17:00 Uhr traf die Stralsunder Delegation wohlbehalten auf dem  Vereinsgelände des Richtershorner Rudervereins ein. Nach der herzlichen Begrüßung  wurden sogleich die Skulls zur Hand genommen: Zur Auftaktausfahrt ging es im Achter über  die ruhigen Wellen des Zeuthener Sees in Richtung ehemals Haus Rheinau.  Zurück am Steg wartete bereits kulinarische Stärkung auf die Mannschaft – Lars hatte in der  Zwischenzeit einen köstlichen Bauerntopf zubereitet. Bei gemütlichem Beisammensein,  netten Gesprächen und herzerwärmenden Anekdoten klang der erste Abend in bester  Stimmung aus.

    Sonnabend – Über Löcknitz und Werlsee (38,55 km) 

    Der Samstag begann früh: Bereits um 08:00 Uhr versammelte sich die Mannschaft zum  gemeinsamen Frühstück. Zuvor wurden die Boote klargemacht. Um 09:00 Uhr lagen der  Achter, ein Vierer sowie zwei Dreier für das traditionelle gemeinsame Gruppenfoto auf dem  Wasser.

    Im Anschluss nahm die Flotte Kurs auf den Langen Zug, passierte den Seddinsee und  steuerte über den Gosener Kanal bis nach Erkner. Dort legten die Boote eine kurze Rast ein, um den Hinterteilen eine Verschnaufpause zu gönnen und die Steuerleute zu wechseln.  Frisch gestärkt ging die Fahrt weiter über den Dämeritzsee und durch das Flakenfließ hinein  in die malerische Löcknitz. An der Ausfahrt zum Werlsee wartete im Restaurant Dos  Gauchos die wohlverdiente Mittagspause. Nach deftigem Essen à la carte und gut gekühlten Getränken machten sich die Mannschaften wieder startklar. 

    Auf dem Rückweg umrundeten einige Boote die Liebesinsel auf dem Werlsee, bevor der  endgültige Kurs in die Heimat genommen wurde. Die Fahrt durch den verschlungenen 

    Altarm der Löcknitz und den engen Gosener Graben verlangte den Steuerleuten der kleineren Boote eigenes Können ab. Bei den Wassersportfreunden Erkner wurde eine weitere, diesmal etwas üppigere Pause eingelegt, bei der reichlich Zeit blieb, die trockenen Kehlen  erneut mit kühlen Getränken zu benetzen.  Gegen 18:00 Uhr erreichten alle Boote nach genau 38,547 km (gemittelt aus allen  mitgeführten Fitnessuhren) wieder das Heimatrevier bei Baume. Zum Abendessen erwartete die Ruderschar frisches Brot, eine Vielzahl selbstgemachter Aufstriche sowie Käse- und  Wurstplatten. Im Laufe des Abends stieg die Stimmung zusehends – spätestens bei der  sportlichen Einlage aller bei „Laurenzia“ hielt es niemanden mehr auf den Sitzen und es  wurde noch reichlich getanzt.

    Sonntag – Baumgarteninsel und Abschied 

    Trotz des langen Abends saßen am Sonntagmorgen um 09:00 Uhr alle Teilnehmer vollzählig und pünktlich am Frühstückstisch. Sportlicher Höhepunkt des Tages war die Umrundung der  Baumgarteninsel. Zwei Ruderkameraden aus Stralsund konnten mit dieser Tour die noch  fehlenden Bedingungen für den Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes (DRV)  erfolgreich erfüllen. 

    Nach einer kurzen Pause beim SV Energie zum Wechseln der Steuerleute ging es zurück  zum Vereinssteg. Nachdem alle Boote gründlich gereinigt und versorgt waren, belohnten  sich die Ruderer bei Baume mit schmackhaftem Kuchen. Wenig später hieß es Abschied.

    Von Britta

  • Frauenfahrt 2026

    Frauenfahrt 2026

    Vom 21.08. – 23.08.

    Tag 1:

    Trotz einer verspäteten Abfahrt sind wir guter Dinge in Leipzig angekommen und haben unser zentral gelegenes „a & o  Hostel“ bezogen. Auf ging’s zur Abendveranstaltung, dem „Circus of Science“, welche, trotz einsetzenden Regens, open air auf der Moritzbastei stattfand.

    Nachgerüstet mit Regenjacken und Ponchos aus Müllsäcken sahen wir interessante wissenschaftliche Kurzvorträge und spektakuläre Versuche, die trockene Physik anschaulich und allgemein verständlich machten.

    So wissen wir jetzt , dass sich aus Drahtkörpern , die aus möglichst vielen gleichen Seitenflächen bestehen und alle gleichmäßig durch den Winkel 2 arccos (1/√ 3 ) begrenzt sind, durch Eintauchen in Seifenlauge nahezu quadratische Seifenblasen herstellen lassen.

    Nach so viel Wissenschaft schmeckte uns im Augustiner Keller das Bier mit Schaumkronen aus lauter vielen kleinen runden Bläschen besonders gut.

    Monika, 21.08.2026

    Tag 2:

    Der zweite Tag war voller Unternehmungen bis in das kleinste Detail vorbereitet. Er begann mit einem ausgiebigen Frühstück im Hostel. Gut gestärkt begaben wir uns zu einem Stadtbummel durch die Leipziger Altstadt. Der Dauerregen tat der Unternehmung keinen Abbruch. Nani und Anke hatten sich dafür mit einem neuen Regenmantel extra fein gemacht. Wir sahen eine saubere, geputzte Stadt mit viel Gold und Glimmer. Auch die Geschäfte beeindruckten uns sehr. Da müssen wir unbedingt nochmal hin, dachte die Eine oder Andere von uns. All zulange konnten wir nicht in der Stadt verweilen, denn es stand ein nächstes Event an, nämlich die 120 Jahresfeier des Eilenburger Ruderclubs zu der unser Richtershorner Ruderverein eingeladen worden war. Hier kam Josi ins Spiel. Sie hatte alles für eine Ruderfahrt auf dem Mühlengraben, einschließlich der sich anschließenden Party, für uns vorbereitet. Vom Begrüßungstrunk angefangen bis zur abschließenden Bahnhofsbegleitung um ca. 0:30 Uhr, des Folgetages. Dazwischen noch einiges mehr.

    Zunächst zum Rudern: Es lagen zwei Vierer mit Steuerfrau für uns am Steg. Die Holzskulls stellten zumindest für mich eine besondere Herausforderung dar. Die Dollen waren für untrainierte Holzskull Hände eher nicht gedacht. Doch durch die rührende Zuwendung sowie tröstende Worte aller, sind wir die 2,5 km lange Strecke stromauf- und abwärts vollständig gerudert. Es hatte einen Hauch von Wildwasserrennsport bezüglich einiger Steuerfraukommandos, z.B. „Köpfe runter, Skulls nicht tief eintauchen“ uam. Aufgeben war keine Option. Danke hierfür an euch Ruderinnen. Frisch geduscht und schöngemacht begaben wir uns anschließend in das Festzelt. Eine Festrede über die Geschichte, insbesondere den letzten 10 Jahren, gab uns einen guten Einblick in das Vereinsleben des Eilenburger Rudervereins. Frank Petzold, der mit weiteren 3 Herren unseres Vereins angereist ist, überreichte nach seiner kleinen Ansprache ein eigens für den Eilenburger Rudervereins angefertigtes Gastgeschenk des Richtershorner Rudervereins. Dieses hatte Anke anfertigen lassen und eigenhändig nach Leipzig transportiert. Der Tag ging in den Abend über und es wurde ein üppiges Buffet eröffnet. Der Höhepunkt des Tages wurde mit der sich anschließenden Party erreicht. Eine musikalisch gut aufgestellte Band aus Meißen gab ihr Bestes und wir tanzten und sangen was das Zeug hielt.
    Es war ein unglaublich schöner erlebnisreicher Tag, der ganz bestimmt in Erinnerung bleiben wird. Ein Dank an alle, die uns daran teilnehmen ließen.

    Ingrid, 25.08.2026

    Tag 3:

    Auf dem Weg zum Leipziger Wasserfest begann unser Rundgang an interessanten Gebäuden im Stadthafen.

    Weiter ging’s zum Elsterbecken mit Zwischenstopp beim Leipziger Stadttriathlon und endete am Musikpavillon im Clara Zetkin Park.

    Nach drei tollen Tagen in Leipzig und bei unseren Eilenburger Ruderfreunden ging es mit dem Zug zurück nach Berlin.

    Britta, 23.08.2026

  • Die Olsenbande im Gepäck

    Die Olsenbande im Gepäck

    Womit wir schon beim Thema wären. Wie kommen die Episoden der TV-Serie “Die Olsenbande” vom USB-Stick aufs Tablet?

    Das Problem hatte sich zu guter Letzt in Wohlgefallen aufgelöst, da …

    … stopp der Reihe nach und zurück auf Anfang.

    Für mich begann alles auf der Vogalonga 2026, da waren Siggi und ich gemeinsam mit von der Partie. Er erwähnte kurz die von Ingo bereits minutiös geplante Tour rund um Lolland und schon war ich dabei. Zugegebenermaßen musste ich erstmal die Karten bemühen, um herauszufinden wo sich das gute Stück Insel denn genau befindet. Dänemark … Inrigger-Boote … ok. Genau meine Kragenweite.

    Tag 1 Anreise, Freitag 17. Juli

    Treffen am Richtershorner-Bootshaus, frühstücken, Gepäck und Futteralien verladen und ab die Post nach Rostock. Die Fähre von Rostock nach Gedser 13.30 wird nicht extra auf uns warten.

    Der Bus steht ordnungsgemäß in der zugewiesenen Reihe

    Onboarding … breitmachen und gemütlich einrichten.

    Dieter mit Gemüse

    Offboarding und schon ist das erste Highlight von Gedser in Sicht, das berühmteste Stellwerk der Welt, der Originaldrehort für die Olsenbande.

    Hier das schönste Foto von gefühlten 20.000.

    Nun hieß es rüber von Falster nach Lolland und quer durch Richtung Westen nach Nakskov.

    Was uns im Vorfeld allerdings schon deuchte, war die Wettervorhersage mit Windstärke, Windrichtung und Wellenhöhe. Wir haben versucht die Fakten in ca. 500.000 Gesprächen wegzudiskutieren, das hat aber letztendlich nicht geholfen.

    Im Bootshaus des Nakskov Roklub angekommen … Henning guten Tag sagen, wieder breitmachen und mit einem lecker Bierchen entspannen.

    Siggi hat uns unmittelbar danach mit einem sensationellen Labskaus verwöhnt. Verspeisen beim Sonnenuntergang ließ es uns noch besser schmecken.

    Und immer wieder Blicke auf diverse Wetter-Apps und die Vorhersagen vom DWD. Irgendjemand wollte uns richtig ärgern. Der Plan, morgen, am Samstag die Boote vollzupacken und in See zu stechen, wollte nicht aufgehen. Eine Fahrt rund um Lolland schien schlichtweg nicht durchführbar.

    Hmm, und jetzt?

    Tag 2 in Nakskov, Samstag 18. Juli

    Alle Stationen, die wir errudert hätten, wollten wir sehen, weil Kultur und Bildung gehören schließlich dazu.

    Station eins – Rødbyhavn an der Baustelle für den Fehmarnbelttunnel

    Die Aussichtsplattform an der Baustelle war für uns eher eine Windstärken-Messstelle. Es war schon heftig. Über das Tunnel-Bauprojekt ließe sich noch viel erzählen, denn die Baustelle ist riesig. Schaut euch gerne die Webseite an https://femern.com/de/ Nachdem wir uns gründlich im Ausstellungscenter informiert hatten, wartete schon Nysted auf uns.

    Station zwei – Nysted Roklub

    Und wenn mal schon mal da ist … man darf sich ruhig im Städtchen umsehen.

    Rathaus mit Glockenspiel
    Dänische Hygge

    Und weiter gings nach …

    Station drei – Bandholm Roklub

    Was gab es noch Hübsches zu sehen? Klar, die Dodekalitten bei Kragenæs, unsere vierte Station.

    Ein sehr mythischer Ort in der Hügellandschaft am Smålandsfahrwasser

    Zur Belohnung gab es im fußläufig erreichbaren Städtchen Kragenæs für jeden noch ein wirklich leckeres Eis auf die Hand.

    Abendessen? Klar Linseneintopf, Suppen hatten wir ja genügend dabei 😊

    Und die weitere Abendgestaltung?

    Die noch stattfindende Fußball-WM war wenig tröstlich. Das Spiel um den 3. Platz zwischen Frankreich und England war irgendwie von minderem Interesse. Später stellte sich heraus, dass es das Beste der WM gewesen sein soll 😮

    Der große Fernseher im Clubraum des Roklub aber hat einen USB-Anschluss, bestens geeignet, um einige Folgen der Olsenbande anzuschauen. Und da war es wieder, das Stellwerk von Gedser … juhu.

    Tag 3 in Nakskov, Sonntag 19. Juli

    Am Sonntagvormittag hatte der Wind etwas nachgelassen und sollte erst gegen Nachmittag wieder auffrischen. Eine Ausfahrt mit den geliehenen Inriggern 2+ sollte gelingen.

    Boote raus und ins Wasser damit, Ekke Nekkepen anhimmeln und mit einer Spirituose beruhigen … das muss einfach klappen.

    Siggi huldigt Ekke Nekkepen

    Und das tat es auch … es war eine richtig schöne Tour, mit ein bisschen Arbeit bis zum Kulturort unserer Wahl.

    Wo ist eigentlich das andere Boot?

    Aaahhh … gegenüber

    Die Rückfahrt gelang umso müheloser, mit gestellten Blättern und einem handfesten Regenschirm als Behelfs-Spinnaker im Bug ging es ab wie Schmitz-Katze.

    Glücklich und zufrieden im Hafen angekommen, wurden die Boote gründlich gesäubert und fachgerecht gelagert, wie sich das gehört.

    Dann fein machen und ab ins Städtchen für einen ausgiebigen Rundgang.

    Na, viel los war da nicht … kein Wunder es war ja auch Sonntag.

    Und nicht vergessen, die nächste Suppe, das Endspiel der WM und eine weitere Folge Olsenbande warten.

    Und auch klar war … wir werden die Insel morgen verlassen.

    Tag 4 Abreise Nakskov, Montag 20. Juli

    Frühstücken, reine-machen, Bus packen, um uns dann gebührend von unserem äußert fürsorglichen Henning samt Nakskov Roklub zu verabschieden.

    Et wohr schön, et wohr joot …

    Und die Olsenbande wird uns bestimmt vermissen

    Die Wartezeit auf die Fähre 13.30 Gedser-Rostock haben wir uns mit den Versuchen, das gebuchte Rückfahrtticket einzusetzen, hingebungsvoll verschönert. Hat leider nicht geklappt 🙁

    Tour zu Ende?

    Nein, jetzt kommt Berlin und Umgebung ins Spiel. Ingo und Ralph hatten hierzu schon etwas telefonisch vorgearbeitet.

    Ankunft und Einchecken beim Ruderverein Birkenwerder. Oliver Blume hat uns sehr großzügig für zwei Tage und Nächte Asyl gewährt.

    Abendessen? Ist ja schließlich wichtig. Zur Erinnerung an Dänemark gab es Sild in Curry mit selbst geschälten und selbst gekochten Kartoffeln.

    Tag 5 in Birkenwerder, Dienstag 21. Juli

    Und so langsam stellte sich der übliche Ruderwanderfahrtenalltag ein, frühstücken, Mann und Boote klarmachen in See stechen, na gut eher Seiten-Kanal, aber wunderhübsch. Auf geht’s zur Schleuse Lehnitz mit den beiden Booten Dahme und Hans Meltz, eine Kehrtwende an der Schleuse und zurück mit Pause bei Oranienburger Wassersportverein.

    Die Sonne brannte gut – ein wenig Schatten im Schilf tat gut

    Den Schlosshafen wollten wir nicht auslassen, also nochmal anlegen mit Landgang durch den Schlossgarten.

    Und noch ein Schlenker an der “Sehnsucht Oranienburg” vorbei.

    Tag 6 Transfer nach Grünau, Mittwoch 22. Juli

    Das war der neugefasste Plan für den Abend.

    Beginnen wir den Tag abermals mit Frühstück, Boote klarmachen und ein bisschen rudern.

    Erster Boxenstopp bei der Ruder-Vereinigung Preußen-Saffonia

    Und die Etappe bis dorthin hatte Ingo ganz genau geplant, wir konnten vor dem Wolkenbruch aus den Booten in den Unterstand flüchten.

    Wenigstens der Achter sollte besser geschützt in der Bootshalle liegen. Mit unserer Unterstützung gelang das Manöver.

    Gar nicht so einfach, die 17m Boot unter dem Holzkreuz durchzufädeln
    Abendgestaltung mit Flaggenübergabe

    Über den Allemaniagraben ging es wieder zurück nach Birkenwerder um uns anschließend in Richtung Turbine aufzumachen. Außerdem haben wir noch eine Suppe. Gegessen wird aber erst bei Turbine, nachdem wir unser Nachtlager dorthin verlegten.

    Tag 7 in Grünau, Donnerstag 23. Juli

    Das Programm von heute … die kleine Umfahrt … Zeuthener See, Großer Zug, Krossinsee, OSK, Seddinsee, Große Krampe mit Boxenstopps beim Wassersportclub Rauchfangswerder e. V.

    und zum Mittagessen in Müggelheim im Café Bistro No. 1.

    Die Bootsaufteilung heute mal anders einmal 3x+ und einmal 2x-. Das Wetter eher bescheiden, genügend Wind und reichlich Wasser von oben.

    Beim Anlegen in Müggelheim kam es dann auch richtig. Völlig durchnässt haben wir bei Döner und Riesenkohlrouladen gesessen (wirklich riesig). Fotografische Beweise gibt es nicht, die Smartphones wollten bei dem Wolkenbruch nicht bedient werden.

    Das Ausschöpfen der Boote haben wir für die Nachwelt erhalten

    Donnerstag ist Club-Tag bei Turbine. Wir konnten unseren zweiten Teil der Gulaschsuppe mit einem Gruß aus der Küche in Form von Nudeln bereichern.

    Tag 8 in Grünau und Finale

    Die Wetterlage war vielversprechend … ein wenig, aber ungünstig stehender Wind hat uns nicht von der Müggelseeumfahrt abgehalten. Bettenlager bei Turbine abbauen und nach Baume rübermachen. Zwei schicke Schellenbacher 2x+ ins Wasser lassen und los. Was für eine tolle und abwechslungsreiche Fahrt. Fotos im Gosener Graben hat keiner gemacht, es war ja auch ein bisschen Konzentration gefragt. Dafür wurden umso mehr am Norsk Roklub geschossen.

    Müggelsee geschafft … mit kurzem Anleger beim

    SV Energie Berlin

    Und das war es auch schon. Nach Ankunft ging es schnell noch mal zum Einkaufen nach Schmöckwitz. Die Suppen waren aus und irgendwie war uns nach Grillen.

    Reprise Samstag 25. Juli

    Tour zu Ende, Heimreise antreten und Abschied nehmen. Die Tische waren am Morgen noch an der gleichen Stelle … geplant und äußerst praktisch fürs gemeinsame Frühstück.

    So schaut’s aus, wenn Ruder-Engel reisen
    Die Richtershorner Rumpfmannschaft v.L.n.R. Andreas, Siggi, Ingo und Dieter

    Ralph war schon beruflich unterwegs, Axel an der Kamera und Verfasser des Pamphlets.

    Es waren dabei:

    Dieter Biedermann, Richtershorner Ruderverein

    Axel Büchel, Kölner Club für Wassersport

    Ralph Günther, Ruderclub Turbine Grünau

    Ingo Hensel, Richtershorner Ruderverein

    Siggi Mantei, Richtershorner Ruderverein

    Andreas Schaale, Richtershorner Ruderverein

    Mein herzliches Dankeschön geht an den FL Ingo für seinen unermüdlichen Einsatz zum Gelingen der Tour. Und natürlich an alle Teilnehmer fürs Kochen, Schrubben und friedlich sein.

  • Unterwegs mit Richtershorner Freunden

    Unterwegs mit Richtershorner Freunden

    Vom 4. Juni bis 6. Juni sind wir, das sind Matthias G., Matthias H., Peter, Petra, Achim, Lutz und Corinna, zusammen mit unseren Richtershorner Freunden gerudert. Das Wetter war an allen Tagen besser als angekündigt und wir sind, mit einer Ausnahme, aber dazu später mehr, auch nicht nass geworden.

    Ruderwanderfahrt – Tag 1

    Am 4. Juni ging es morgens zusammen mit Dagmar, Siegfried, Ilka, Anke, Christiane, Thomas, Karl-Heinz, Marina sowie Monika mit den Vierern „Hummel Hummel“, „Mors Mors“ und dem Achter Riho, der mit Richtershornern „aufgefüllt“ wurde, vom Ruderverein über die Dahme, den Zeuthener See, den großen Zug, den Crossinsee, den Wernsdorfer See zur Mittagspause, die wir im Garten des Gasthauses „Zur Linde“ verbracht haben. Bevor wir dort ausruhen durften, mussten wir die beiden Vierer aus dem Wasser nehmen. Wir wurden mit Königsberger Klopsen – nur Peter bekam als Sonderwunsch Rührei – und sehr leckerem Gurkensalat bewirtet. Aus Angst vor dem Gewitter, das dann doch nicht kam, wollten wir zeitig weiter durch den Oder-Spree-Kanal, den Seddinsee und die Dahme wieder zum Bootshaus zurück. Die Landschaft, die Seerosen und die schönen Häuser entlang des Ufers haben uns wieder einmal begeistert. Es hat großen Spaß gemacht. Am Abend wartete im Bootshaus ein rustikales Buffet auf uns, das keine Wünsche offenließ: Schmalz, Käse, Dips, Spreewaldgurken und selbstgebackenes Brot – genau das Richtige nach einem langen Tag auf dem Wasser.

    Corinna Wehran-Itschert (KRC Rhenania)

    Alle an die Boote, die Wanderfahrt beginnt
    Der Achter Riho legt an
    Mittagsrast im Gasthaus „Zur Linde“

    Ruderwanderfahrt – Tag 2

    Der zweite Tag unserer Ruderwanderfahrt führte uns von Richtershorn vorbei an Karolinenhof und Schmöckwitz auf den Seddinsee und von dort weiter durch den Gosener Kanal in Richtung Dämeritzsee. Obwohl es von oben glücklicherweise erneut trocken war, führte der Wechsel am Steuer bei Sturzbecher passend zu gewisser Komplettabkühlung, die tapfer ertragen wurde. Eine präsidentielle Ehrung wäre bei der nächsten Mitgliederversammlung angebracht.

    Dann ging es durch den Urwald, nämlich durch den Gosener Graben. Ein wunderbares Naturerlebnis in völliger Stille, die Biberburg in Griffnähe, der Graben zum Glück offenbar vor einigen Tagen erst freigemacht, denn tatsächlich nagt der Biber an so zahlreichen Bäumen, dass wir über Windstille froh waren. Skulls mussten teils komplett längsgelegt werden. Die Steuerfrau hatte alle Hände voll zu tun, insbesondere, weil es Gegenverkehr gab. Eine wunderbare Strecke!

    In Gosen wurde Mittagsrast gemacht. Da waren wir schon im Niedersorbischen. Kalle hat uns das frühere Stasi-Schulungszentrum für Auslandsagenten gezeigt, fertiggestellt 1988, geschlossen 1990, damals ein durchaus nennenswertes eigenes Dorf, natürlich abgeschirmt und mit Bunker, Gaststätten, Schießplatz etc. versehen. Nach Jahren des Verfalls findet man jetzt Straßenzüge mit Wohnungen in bester Lage, nämlich fußläufig keine 200 Meter vom Seddinsee. Kalle hat uns mit großer Sachkenntnis und viel Humor zahlreiche Einzelheiten geschildert bis dahin, dass die Stasi auch in fremdsprachigen Dialekten geschult hat. Wir sollten eine Stunde wechselseitige Dialektschulung täglich für die nächste Wanderfahrt vorsehen.

    Nach gemütlicher Rückfahrt zum Verein schloss der Tag nach 23 Ruderkilometern und einem Abendessen in Schmöckwitz. Natur und Geschichte haben beeindruckt!

    Matthias Görgen (KRC Rhenania)

    Picknick in Gosen

    Ruderwanderfahrt – Tag 3

    Der dritte Tag unserer Ruderwanderfahrt begann vielversprechend: Die Sonne zeigte sich von ihrer freundlichen Seite, die Boote wurden zu Wasser gelassen und alle waren erstaunlich pünktlich am Steg. Ziel des Tages war das Köpenicker Becken, insgesamt sollten 17 Kilometer unter den Kiel gelegt werden. Die Strecke führte uns zunächst an der historischen Regattastrecke Grünau vorbei. Diese wurde bereits 1936 erbaut und strahlt bis heute eine gewisse olympische Würde aus. Irgendwie rudert man hier automatisch besser und schneller. Weiter ging es vorbei an höchst interessanter historischer und moderner Uferbebauung. Als wir das Schloss Köpenick passierten, strahlten wir bereits die Vorfreude auf das angekündigte Picknick aus, das nach angenehmer Fahrt beim Ruderclub Energie Berlin aufgetischt wurde. Mit bewundernswerter Ausdauer und Hingabe widmeten wir uns den mitgebrachten Köstlichkeiten. Nach einer ausgiebigen Stärkung und ausreichend Zeit für Gespräche, Fachsimpelei und die Betrachtung vorbeifahrender Boote machten wir uns schließlich auf den Rückweg. Im Bootshaus wartete schon eine reichlich gedeckte Kaffeetafel auf uns. Am Abend stand die traditionelle Zusammenkunft im Bootshaus Richtershorn auf dem Programm. Die Richtershorner Freunde hatten wieder einmal alles hervorragend vorbereitet. Fischkanapees eröffneten den kulinarischen Reigen, gefolgt von Spargel und Schnitzel und als krönendem Abschluss frische Erdbeeren. Dafür ein herzliches Dankeschön an unsere Gastgeber. Für die passende flüssige Begleitung sorgte Matthias G., der eine schöne Auswahl von Weinen bereitgestellt hatte. Diese wurden während und nach dem Essen gerne und ausgiebig gewürdigt. Die Gespräche wurden mit zunehmender Stunde nicht kürzer, sondern eher länger und lebhafter. So verlagerte sich der Abend schließlich nach draußen an jene wunderschöne Stelle, von der aus man den See genießen und den Tag Revue passieren lassen kann. Dort saßen wir noch lange zusammen, betrachteten das Wasser, tauschten Geschichten aus und waren uns einig: Viel schöner kann ein Tag auf einer Ruderwanderfahrt kaum enden. Und genau dort waren wir dann eigentlich am Ende – zumindest für diesen Tag.

    Lutz bedankte sich bei unserer Fahrtenleiterin Marina und ihrem Team vom RRV für die schönen Tage und gleichzeitig für die vielen gemeinsamen Wanderfahrten, die uns seit 1990 verbinden, mit der Plakette des Koblenzer Ruderclub Rhenania.

    Danke auch an dich, liebe Anneliese, dass du die Richtershorner Ruderfreundschaft aufgebaut hast und wir weiterhin daran teilhaben dürfen.

    Matthias Hirth (KRC Rhenania)

    Rudern auf der Regattastrecke Grünau
    Der Abschlussabend
    Lutz Itschert mit Marina Zeibig

  • Eine Maifahrt, die ist lustig

    Eine Maifahrt, die ist lustig

    Ein kurzer Bericht zur traditionellen Maifahrt im Mai 2026 beim RV Richtershorn. Und der Schreiberling ist der einzige, der nicht von Riho kommt.

    Lange vor dem 1. Mai wurde abgefragt, wer denn alles zur Maifahrt mitkommen würde. In 2025 kamen ja etliche Boote zusammen und damit eine recht große Truppe. Dieses Jahr nun ganz anders. Unmittelbar vor Start reduzierte sich die Zahl der Ruderer auf fünf. Somit also nicht mal mehr zwei gesteuerte Zweier, es blieb ein gesteuerter Vierer.

    Bereits in den Vorjahren wurde diese Wanderfahrt abgerüstet. Es gibt kein Zelten mehr, auf allen Etappen werden feste Unterkünfte organisiert. Das vereinfacht einige Vorbereitungen und den Ablauf. Es wird nur noch der Fahrtproviant benötigt und die Kochutensilien entfallen. Ebenso entfallen die Zelte, zusätzliches Mobiliar (Tische, Stühle usw.) und andere Ausrüstung. Damit weniger Gepäck und auch Boote mit weniger Stauplatz sind möglich.

    Auch in diesem Jahr sollten die Etappen so ablaufen wie schon im Jahr davor. Am Tag 1 von Riho bis zur Jugendherberge am Köthener See. Tag 2 von dort nach Beeskow, Übernachtung im Boootshaus (wird so geschrieben). Tag 3 von Beeskow nach Fürstenwalde, diesmal Übernachtung beim Ruderverein. Tag 4 dann zurück nach Hause. Alles in allem 185 km in vier Tagen, die tatsächlich nicht ohne sind. Aber jede Menge Natur pur…

    Pünktlich am 1. Tag ging es spät los, wie immer. Obwohl die ersten schon um 8:00 im Bootshaus eintrafen, es wurde später Vormittag, bis es los ging. Und es war sehr kalt am Morgen, nur drei Grad! Dafür aber Sonne (und für alle Tage kein Regen vorausgesagt!).

    Die Konstellation mit dem gesteuerten Vierer brachte es, dass das gesamte Team immer zusammen in einem Boot war. Keine Verlosung der Boote mehr, blieb nur noch die Einteilung zum Steuern, die sich bis zum Schluss auch fair geregelt hatte.
    Schleuse Neue Mühle ging fix, auf dem Wasser nichts los. Weiter nach Dolgenbrodt. Kein Essen bei Kober. Dafür kommen wir im Fährhaus unter. Und es ist schon ziemlich am Nachmittag… Dann nach Prieros zur Schleuse. Und ja, bitte in Hermsdorf Bescheid geben, dass wir noch kommen! Geisl meint, wir wären in 40 min da…
    Hermsdorfer Mühle rechtzeitig erreicht, passt. Weiter nach Märkisch Buchholz, dort zweimal hintereinander mit dem Boot über die Schurre. Alle Mann und nur ein Boot, geht fix. Zu Schluss über den Umflutkanal zum Köthener See. Und ja, es ist wieder dunkel. Aber wir haben Vollmond! Und das Wasser ist leer, es ist noch nicht der 1. Mai.
    In der Jugendherberge finden wir diesmal unsere Proviantpäckchen, und so gibt es noch ein „Spätstück“.

    Am nächsten Tag geht es nach Beeskow. Vor uns ein Vierer mit einer Mannschaft aus Dinslaken, das Boot von Lok geborgt. Diese Mannschaft werden wir jetzt jeden Tag mehrfach sehen und treffen. Umtragen in Alt-Schadow, die Schleuse ist dicht. Dafür gibt es da jetzt einen privaten Bootswagen. Weiter nach Beeskow. Auf dem Wege finden wir keine Einkehrmöglichkeit. Letztlich landen wir wieder beim Netties Fischimbiss in Trebatsch. Danach dann noch den traditionellen (An)Badestopp hinter der Fähre Leißnitz, um abends in Beeskow anzukommen.

    Im Boootshaus treffen wir die Damenriege von Riho, diesmal auf Fahrradumfahrt. Und die Ruderer aus Dinslaken.

    Am nächsten Tag nach Fürstenwalde. Über die sehr schöne Drahendorfer Spree. Wir lassen uns Zeit. Und so braucht es seine Zeit. Die Schurre am Nadelwehr ist defekt. Wir müssen noch einmal umtragen, und das ist hier etwas schwieriger. Keine guten Möglichkeiten das Boot zu Wasser zu lassen, aber wir schaffen das. Auf geht’s nach Berkenbrück, dort wartet Chrisi auf uns! (Ja, wir haben für diese Etappe einen Landdienst!). Einkehr im Strandidyll. Wir sind spät und entscheiden uns gegen eine mögliche Schleusung in Fürstenwalde. D.h. in Fürstenwalde noch einmal die Schurre. Und danach Treffpunkt am Ruderverein, wir können das Bootshaus benutzen und schlafen im Bungalow daneben. Chrisi hat uns die Schlafsäcke und das Frühstück für den Sonntag mitgebracht und bleibt bis dahin auch bei uns.

    Am Sonntag dann die letzte Etappe, von Fürstenwalde zurück nach Hause. An der Großen Tränke noch einmal schurren und wir sind wieder auf der Spree. Die Strömung hält sich in Grenzen, aber wir kommen gut voran. Irgendwo hinter Hartmannsdorf suchen und finden wir eine geeignete Badestelle. Und so gibt es ein Bad in der Spree. Danach endlich die erwartete Autobahnbrücke und dann die Rast am Zeltplatz, heisst jetzt „Nussknacker“. Nach einer Stärkung die letzte Etappe über Dämeritz- und Seddinsee zurück in den Heimathafen. Die „Rübezahl“ gründlich säubern und die Tour 2026 ist vorbei.
    Und es war wieder eine sehr schöne Tour. Anstrengend (wie jedes Mal…), mit Nachtrudern (wie jedes Mal…), mit Gelassenheit und späten Ankünften (wie jedes Mal…), gute Stimmung (wie jedes Mal…), tolle Pausen (wie jedes Mal…) und unglaublich viel Natur (wie jedes Mal…).

    Danke allen, die zur Orga beigetragen haben. Insbesondere Frank (für die Verpflegung, die er selber gar nicht mitnutzen konnte…) und Chrisi für den tollen Landdienst, der diese Etappe so viel einfacher gemacht hat! Und danke dem gesamten Team für diese tolle Erfahrung und die gute gemeinsame Zeit – danke an Uwe, Stefan, Thommes, Andreas und Peter.

    Peter Poers (Rudergemeinschaft Rotation)