Kategorie: Wanderfahrten

  • Eine Maifahrt, die ist lustig

    Eine Maifahrt, die ist lustig

    Ein kurzer Bericht zur traditionellen Maifahrt im Mai 2026 beim RV Richtershorn. Und der Schreiberling ist der einzige, der nicht von Riho kommt.

    Lange vor dem 1. Mai wurde abgefragt, wer denn alles zur Maifahrt mitkommen würde. In 2025 kamen ja etliche Boote zusammen und damit eine recht große Truppe. Dieses Jahr nun ganz anders. Unmittelbar vor Start reduzierte sich die Zahl der Ruderer auf fünf. Somit also nicht mal mehr zwei gesteuerte Zweier, es blieb ein gesteuerter Vierer.

    Bereits in den Vorjahren wurde diese Wanderfahrt abgerüstet. Es gibt kein Zelten mehr, auf allen Etappen werden feste Unterkünfte organisiert. Das vereinfacht einige Vorbereitungen und den Ablauf. Es wird nur noch der Fahrtproviant benötigt und die Kochutensilien entfallen. Ebenso entfallen die Zelte, zusätzliches Mobiliar (Tische, Stühle usw.) und andere Ausrüstung. Damit weniger Gepäck und auch Boote mit weniger Stauplatz sind möglich.

    Auch in diesem Jahr sollten die Etappen so ablaufen wie schon im Jahr davor. Am Tag 1 von Riho bis zur Jugendherberge am Köthener See. Tag 2 von dort nach Beeskow, Übernachtung im Boootshaus (wird so geschrieben). Tag 3 von Beeskow nach Fürstenwalde, diesmal Übernachtung beim Ruderverein. Tag 4 dann zurück nach Hause. Alles in allem 185 km in vier Tagen, die tatsächlich nicht ohne sind. Aber jede Menge Natur pur…

    Pünktlich am 1. Tag ging es spät los, wie immer. Obwohl die ersten schon um 8:00 im Bootshaus eintrafen, es wurde später Vormittag, bis es los ging. Und es war sehr kalt am Morgen, nur drei Grad! Dafür aber Sonne (und für alle Tage kein Regen vorausgesagt!).

    Die Konstellation mit dem gesteuerten Vierer brachte es, dass das gesamte Team immer zusammen in einem Boot war. Keine Verlosung der Boote mehr, blieb nur noch die Einteilung zum Steuern, die sich bis zum Schluss auch fair geregelt hatte.
    Schleuse Neue Mühle ging fix, auf dem Wasser nichts los. Weiter nach Dolgenbrodt. Kein Essen bei Kober. Dafür kommen wir im Fährhaus unter. Und es ist schon ziemlich am Nachmittag… Dann nach Prieros zur Schleuse. Und ja, bitte in Hermsdorf Bescheid geben, dass wir noch kommen! Geisl meint, wir wären in 40 min da…
    Hermsdorfer Mühle rechtzeitig erreicht, passt. Weiter nach Märkisch Buchholz, dort zweimal hintereinander mit dem Boot über die Schurre. Alle Mann und nur ein Boot, geht fix. Zu Schluss über den Umflutkanal zum Köthener See. Und ja, es ist wieder dunkel. Aber wir haben Vollmond! Und das Wasser ist leer, es ist noch nicht der 1. Mai.
    In der Jugendherberge finden wir diesmal unsere Proviantpäckchen, und so gibt es noch ein „Spätstück“.

    Am nächsten Tag geht es nach Beeskow. Vor uns ein Vierer mit einer Mannschaft aus Dinslaken, das Boot von Lok geborgt. Diese Mannschaft werden wir jetzt jeden Tag mehrfach sehen und treffen. Umtragen in Alt-Schadow, die Schleuse ist dicht. Dafür gibt es da jetzt einen privaten Bootswagen. Weiter nach Beeskow. Auf dem Wege finden wir keine Einkehrmöglichkeit. Letztlich landen wir wieder beim Netties Fischimbiss in Trebatsch. Danach dann noch den traditionellen (An)Badestopp hinter der Fähre Leißnitz, um abends in Beeskow anzukommen.

    Im Boootshaus treffen wir die Damenriege von Riho, diesmal auf Fahrradumfahrt. Und die Ruderer aus Dinslaken.

    Am nächsten Tag nach Fürstenwalde. Über die sehr schöne Drahendorfer Spree. Wir lassen uns Zeit. Und so braucht es seine Zeit. Die Schurre am Nadelwehr ist defekt. Wir müssen noch einmal umtragen, und das ist hier etwas schwieriger. Keine guten Möglichkeiten das Boot zu Wasser zu lassen, aber wir schaffen das. Auf geht’s nach Berkenbrück, dort wartet Chrisi auf uns! (Ja, wir haben für diese Etappe einen Landdienst!). Einkehr im Strandidyll. Wir sind spät und entscheiden uns gegen eine mögliche Schleusung in Fürstenwalde. D.h. in Fürstenwalde noch einmal die Schurre. Und danach Treffpunkt am Ruderverein, wir können das Bootshaus benutzen und schlafen im Bungalow daneben. Chrisi hat uns die Schlafsäcke und das Frühstück für den Sonntag mitgebracht und bleibt bis dahin auch bei uns.

    Am Sonntag dann die letzte Etappe, von Fürstenwalde zurück nach Hause. An der Großen Tränke noch einmal schurren und wir sind wieder auf der Spree. Die Strömung hält sich in Grenzen, aber wir kommen gut voran. Irgendwo hinter Hartmannsdorf suchen und finden wir eine geeignete Badestelle. Und so gibt es ein Bad in der Spree. Danach endlich die erwartete Autobahnbrücke und dann die Rast am Zeltplatz, heisst jetzt „Nussknacker“. Nach einer Stärkung die letzte Etappe über Dämeritz- und Seddinsee zurück in den Heimathafen. Die „Rübezahl“ gründlich säubern und die Tour 2026 ist vorbei.
    Und es war wieder eine sehr schöne Tour. Anstrengend (wie jedes Mal…), mit Nachtrudern (wie jedes Mal…), mit Gelassenheit und späten Ankünften (wie jedes Mal…), gute Stimmung (wie jedes Mal…), tolle Pausen (wie jedes Mal…) und unglaublich viel Natur (wie jedes Mal…).

    Danke allen, die zur Orga beigetragen haben. Insbesondere Frank (für die Verpflegung, die er selber gar nicht mitnutzen konnte…) und Chrisi für den tollen Landdienst, der diese Etappe so viel einfacher gemacht hat! Und danke dem gesamten Team für diese tolle Erfahrung und die gute gemeinsame Zeit – danke an Uwe, Stefan, Thommes, Andreas und Peter.

    Peter Poers (Rudergemeinschaft Rotation)